Kommunikations- und Vertriebstraining im Lichte der neuesten Gehirnforschung
90 Minuten Film zum Thema Gehirnforschung vom aller Feinsten mit dem Titel “Das Automatische Gehirn”.
WRAUM SLLOTEN SEI DEISEN FLIM ÜBRE IRH GEIHRN SEEHN?
Die Antwort: Weil Ihr Gehirn in der Lage ist, in Millisekunden, aus dem vorstehenden Buchstabensalat einen verständlichen Satz zu formen.
Unser Gehirn arbeitet präzise, schnell und in weiten Teil vollautomatisch. Die moderne Gehirnforschung zeigt, dass 90 Prozent von dem, was wir tagein, tagaus tun und denken unbewusst abläuft – oder wie ich in Vorträgen und Seminaren immer ausführe: Unser Gehirn läuft auf Autopilot.
Zu dem gesamten Thema gab es jetzt auf Arte einen spannenden Zweiteiler: Die Dokumentation “Das automatische Gehirn” erzählt am Beispiel zweier fiktiver Personen, was sich täglich in unseren Köpfen so abspielt und wie wir über unser Gehirn meist unbewusst gesteuert werden. Verstand? Logik? Wer sich die aufwendig animierten Sequenzen ansieht bekommt schnell Zweifel am rationalen Menschen und seinen durchdachten Entscheidungen.
Die Dokumentation basiert auf den bahnbrechenden Erkenntnissen der renommiertesten Neurowissenschaftlern in aller Welt, die zum Teil mit verblüffenden Experimenten aufwarten können:
Allan Snyder lässt an der Universität Sydney im Dienst der Hirnforschung Streichhölzer legen. John Bargh in Yale beweist, dass die Stühle, auf denen wir sitzen, unbewusst unseren Verhandlungsstil bestimmen. Henrik Ehrsson in Stockholm bringt Testpersonen dazu, ihren Körper zu verlassen.
Walter Mischel stellt in Stanford die Willenskraft von Vierjährigen mit “Mäusespeck” auf die Probe. In Phoenix, Arizona, erforscht das Wissenschaftlerpaar Susana Martinez-Conde und Stephen Macknik die Neurologie von Zaubertricks. Und in Berlin weist John Dylan Haynes nach, dass unser Gehirn bis zu sieben Sekunden vor uns Entscheidungen fällt.
Nicht nur Allan Snyder ist heute überzeugt: “Bewusstsein ist nur eine PR-Aktion Ihres Gehirns, damit Sie denken, Sie hätten auch noch was zu sagen.”
Schon mit vier bis fünf Informationseinheiten ist Gehirn überfordert. Also filtert unser Gehirn ständig aus, geht in den Autopilot-Modus und entscheidet für uns, was zu tun ist.
Aus diesen Erkenntnissen lassen sich auf der einen Seite neue, innovative Konzepte für Verkauf, Marketing und Vertrieb ableiten. Auf der anderen Seite werde zahlreiche Kommunikationstechniken, die jahrelang die Trainings- und Seminarszene dominiert haben ad absurdum geführt und durch neue „gehirngerechte“ Methoden ersetzt.
Das automatische Gehirn Teil 1
Das automatische Gehirn Teil 2
Keynote-Vorträge der letzten Wochen
Ich möchte mich an dieser Stelle zunächst einmal herzlich bei allen Zuhörern und Freunden bedanken, die mich in den letzten Wochen begleitet haben. Es hat wirklich viel Spass gemacht. Sowohl die diversen Inhouse-Vorträge und -seminare, aber natürlich auch die PMA-Roadshow – in 10 Tagen einmal quer durch Deutschland. Gekrönt wurde das Ganze dann am Wochenende mit dem DVNLP-Jahreskongress in Köln.
Ich bin nun seit 7 Jahren Vorsitzender dieses Verbandes und frei nach Müntefering: Es ist das schönste Amt neben Papst
). Ein unglaublich intensives Engagement aller Beteiligten, tolle Referenten (danke Marco für die Keynote) und viele intensive, entsprechend dem Kongressthema EMOTIONALE Begegnungen. Danke an alle Teilnehmer, dass Ihr dabei ward, an alle Referenten und an das gesamte Orgateam, ich freue mich auf das nächste Jahr in Leipzig.
Bleibt die Frage: Was hat mich persönlich von all den tollen Referaten, Inhalten und Anregungen am meisten beeindruckt hat?
Buchtipps: Was ich gerade lese…
Auf Vorträge und Seminaren werde ich immer wieder nach meinen persönlichen Top Ten Büchern gefragt, bzw. welche Bücher ich gerade aktuell lese. Die 10 Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, werde ich in den nächsten Tagen vorstellen; hier aber zunächst ein Buch, das jeder Unternehmer, Manager oder Verkäufer gelesen haben sollte: Learn Startup – How Today’s Entrepreneurs Use Continuous Innovation to Create Radically Successful Businesses von Eric Ries.
Warum ich das Buch so genial finde? – ganz einfach: Ries beschreibt den auch aus meiner Sicht bestehenden Hauptgrund, warum Start Up Unternehmen scheitern: Sie verkaufen etwas, dass der Markt nicht braucht. Deshalb ist das wichtigste strategische Ziel eines Start Up Unternehmens, Produkte zu kreieren, die der Kunde haben will. Ich nenne das “Thirsty man Syndrom” – jemand der Durst hat, bezahlt für Wasser einen anderen Preis. Peter Drucker hat diese Strategie auf den Punkt gebracht: Marketing heisst Denken und Handeln aus der Sicht des Kunden. Und genau das ist im Zeitalter der digitalen Revolution durch den Einsatz des Internets einfach und schnell zu realisieren. Zum Beispiel durch den gezielten Einsatz einer Facebook-Fanpage, auf der jeder Unternehmer mit seinen Kunden und seiner Zielgruppe kostenlos in Kontakt treten, Beziehung aufbauen und Informationen (zur Produktverbesserung und -entwicklung) bekommen kann.




